Kurze Wege, alle Chancen

Schule für Sekundarstufe 1

Auf da Vincis Spuren

Für die Klasse 7a der Gemeinschaftsschule Morsbach und ihre Klassenlehrerinnen war Dienstag, der 17.4. ein besonderer Tag, denn sie sollten den zukünftigen Namensvetter ihrer Schule „kennenlernen“ und besuchten die Leonardo da Vinci Ausstellung auf Schloss Homburg.

Der Bus zum Museum holte die Schülerinnen und Schüler um 9:15 Uhr ab. Auf Schloss Homburg wurde die Klasse in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eine Kleingruppe eine kurzweilige Führung durch die Ausstellung erhielt, wurde die andere Gruppe in dieser Zeit in der Erfinderwerkstatt kreativ. Nach einer dreiviertel Stunde wurde getauscht.

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Während der Führung wurde allen Schülerinnen und Schülern schnell klar, Leonardo da Vinci war nicht nur ein Künstler, er war ein begnadeter Wissenschaftler und Techniker. Er erfand Brücken jeglicher Art, Fluggeräte wie Fallschirme oder manuell betriebene Hubschrauber und vieles mehr. Leider wurden seine Ideen nur sehr selten umgesetzt. Seine Neugier alles zu hinterfragen war der Motor für zahlreiche Erfindungen und Entdeckungen. Dass er so gut Zeichnen konnte, war natürlich hilfreich, um sein neues Wissen in Notizbüchern festzuhalten. Die Klasse 7a stellte fest, dass Leonardo eine Art Geheimsprache verwendete, damit niemand seine Entdeckungen stehlen konnte. Da Vinci schrieb spiegelverkehrt und da zu seiner Zeit nur wenige Menschen einen Spiegel besaßen, waren seine geistigen Werke gut geschützt.

Neben dem Interesse an Technik, war Leonardo auch bekannt für sein Wissen über die Anatomie. Da er damals nicht im Internet forschen konnte, musste er dafür verbotenerweise Leichen einsammeln und zu Hause bei Kerzenschein aufschneiden. Um alle Einzelheiten besser wiedergeben zu können, entwickelte er eine neue Zeichentechnik, bei der er jedes Organ, jeder Knochen unter vielen Blickwinkeln plastisch wiedergab.

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Da er von nicht realisierten Bauobjekten und heimlichen Anatomiezeichnungen nicht Leben konnte, war sein drittes Steckpferd, für das er in seiner Zeit hochgeschätzt und bezahlt wurde, das Erfinden und Realisieren von Kriegswaffen. Er erfand u.a. ein Katapult, eine Maschine mit 16 Armbrüsten, Projektile, unterschiedliche Steinschleudern und Sturmleitern.

Viele seiner Erfindungen konnte die 7a während der Führung nicht nur auf Papier gemalt betrachten, sondern anhand von Nachbildungen anfassen, ertasten und sogar ausprobieren. Bei einem solch abwechslungsreichen Programm, vergeht die Zeit wie im Flug.

In der Erfinderwerkstatt bauten die 7a Brücken nur aus Eisstäbchen oder nur aus Papier. Dabei entdeckten sie, dass Papier durch enges Falten oder Rollen extrem stabil werden kann.

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Nach zwei Stunden ausgiebigem Programm holte der Bus die 21 Universalgenies vom Schloss wieder ab und brachte sie zurück nach Morsbach. Alle waren sich einig Leonardo und seine Neugier sind ein gelungenes Vorbild für unsere Schule!
(Text und Fotos: Kim Fröhling)

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