Kurze Wege, alle Chancen

Schule für Sekundarstufe 1

Klasse 6a in geheimer Mission – Agenten-Akademie mit Outdoor Oberberg

„Ich hätte nie gedacht, dass der Tag so spannend wird“ und „ich find’s toll, dass wir alle so gut zusammen arbeiten (Julia), „das macht voll Spass!“ (Veli), „unten im Keller war es echt gruselig“ (Alex), „Personen bei einem Verhör zu beobachten, ist sehr interessant“ (Nick).

Dies sind nur einige der begeisterten Äußerungen von Schülerinnen und Schülern der Klasse 6a während ihrer „Agenten-Ausbildung“ mit Outdoor Oberberg. An diesem Projekttag lernten und erprobten die Schüler und Schülerinnen viele nützliche Fähigkeiten, die auch echte Detektive oder Agenten beherrschen müssen. In drei Gruppen eigneten sie sich zunächst selbst wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten an, die dann später bei einem „echten“ Fall anzuwenden waren.

Es gab eine Gruppe, die sich mit der Spurensicherung am Tatort beschäftigte. Da wurden Fingerabdrücke genommen und mit Graphitpulver konserviert, Fußspuren mit Gips ausgegossen und vermessen und erste Schlussfolgerungen aus verschiedenen Fundstücken gezogen. Eine zweite Gruppe arbeitete im Labor, wo beispielsweise die Fingerabdrücke oder andere winzige Beweismittel unter dem Mikroskop untersucht wurden. Außerdem beschäftigte sich diese Gruppe mit der Gesprächsführung bei Verhören und erprobte, wie sie als Gruppe als Lügendetektor fungieren können. Die dritte Gruppe widmete sich der Technik. Hier wurde die Wirkungsweise von Lichtstrahlen untersucht und herausgefunden, wie man die normalerweise unsichtbaren Infrarotstrahlen sichtbar machen kann – nämlich mit Hilfe eines Kameradisplays. Anschließend studierte diese Gruppe, wie geheime Botschaften zu entschlüsseln sind und fertigte selbst Decodierscheiben an.

Nach dieser Phase des Lernens und Ausprobierens sammelten sich alle Schüler und Schülerinnen wieder im Plenum und die Gruppen stellten einander gegenseitig ihre neuerworbenen Kenntnisse vor. Nachdem alle die Frage der Trainer „seid ihr nun fit für einen echten Fall?“ mit „JA“ beantwortet hatten, konnte es losgehen: Die Trainer von Outdoor Oberberg berichteten, dass bei einem Schülerwettbewerb eine Gruppe von Schülern herausgefunden habe, wie man aus Harz Treibstoff herstellen könne. Die Forschungsergebnisse waren auf einer Diskette gespeichert worden. Da aber Vertreter der Erdölindustrie verhindern wollen, dass diese Erkenntnisse bekannt werden, wurde Kontakt zu jemandem aus der Schule gesucht. Diese Person nahm die Diskette an sich und versteckte sie irgendwo im Schulgebäude. Eine Übergabe an einen Vertreter der Erdölindustrie sollte bei einem ersten Treffen vorbereitet werden. Der Schauplatz dieses Treffens war der Tatort, den es zu untersuchen galt. Er musste aber zuerst einmal gefunden werden. Dann musste die Diskette gefunden und schließlich der Kontaktmann bzw. Täter entlarvt werden. Bei der nun folgenden Ermittlungsarbeit mussten alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a unter Beweis stellen, dass sie die zuvor erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten tatsächlich anwenden können, zumal ja auch die Zeit drängte, denn aus einer der verschlüsselten Botschaften war hervorgegangen, wann die Übergabe stattfinden sollte. Eine weitere Botschaft gab den Hinweis, in welchen Raum etwas zu finden sei. Dies war aber gar nicht so einfach und als dann schließlich ein geheimnisvoller Koffer gefunden wurde, stellte es sich als sehr schwierig heraus, diesen mit Hilfe eines kleinen Schlüssels, den die Spurensicherung zuvor gefunden hatte, zu öffnen. Außerdem mussten die anderen Beweisstücke vom Tatort untersucht und in einen Zusammenhang gebracht werden.

Im Showdown wurden schließlich kurz vor Schulschluss dann zwei verdächtige Personen verhört, von denen eine tatsächlich als „Täter“ überführt werden konnte, weil die Beweislast erdrückend war.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Projekttag, an dem die Schüler und Schülerinnen ein großes Stück weiter in Richtung Teamentwicklung gekommen sind und zudem viele nützliche Dinge gelernt haben.

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